Gnus gehören zur Gattung der Antilopen

Als Antilopen wird eine Reihe von Tieren zusammengefasst, die zu den Hornträgern gehören. Eine Tierart, die in diese Kategorie fällt, sind Gnus. Genauer gesagt gehören Gnus zur Gattung der afrikanischen Antilope und zur Gruppe der Kuhantilopen. Zwei Arten werden dabei unterschieden – die Streifengnus und die Weißschwanzgnus. Streifengnus sind in Ost- und Südafrika verbreitet und die Weißschwanzgnus in Südafrika. Merkmale dieser Tierart sind die Hörner, ungefähr eine Länge von 2m, eine Größe von 1,30 m und ein Gewicht von 200 kg. Die Farbe des Fells unterscheidet sich je nach Art. Besondere Merkmale sind das Zusammenleben in großen Herden und die Wanderungen dieser.

Wanderungen typisch für Gnus

Als eine der wenigen Tierarten wandern Gnus innerhalb eines Jahres von einem Ort zum nächsten. Meist um sich damit genügend Nahrung zu sichern. In der Regenzeit bevorzugen Gnus zum Beispiel  die Serengeti-Savanne in Tansania. Geht die Regenzeit dort zu Ende, finden die Gnus nicht mehr genug Nahrung und ziehen weiter in den Bereich in Südkenia, der als Masai Mara bezeichnet wird. Beginnt erneut die Regenzeit zieht die Herde wieder zurück in die Serengeti-Savanne. So ist das Überleben der Herde aufgrund ausreichender Nahrung gesichert, auch wenn auf dem Weg, den eine solche Herde zurücklegt zahlreiche Feinde lauern.


Lebensweise in großen Herden

Die Herdenbildung ist bei Gnus ebenfalls genau geregelt. Männchen und Weibchen bilden getrennte, meist sehr große Herden. Zehn bis tausend Tiere können gemeinsam von einem Ort zum anderen ziehen. Junge männliche Gnus verlassen im Alter von ungefähr einem Jahr die Herde, um zunächst mit anderen Gnus einen Junggesellenverbund zu gründen, dann aber nach einiger Zeit ein Einzelgänger zu werden und ein bestimmtes Territorium zu verteidigen. Treffen männliche Gnus aufeinander verteidigen diese ihr Territorium, wobei es zu heftigen Kämpfen kommen kann.