Der Schakal – ein Verwandter des Hundes

Schakale erinnern von ihrer Gestalt her an Wölfe, sind aber deutlich kleiner und weisen eine primitivere Lebensweise auf. Schakale sind deshalb besonders gut erforscht. Drei Arten werden dabei unterschieden – der Goldschakal, der Schabrackenschakal und der Streifenschakal. Schakale werden auch als Wildhunde bezeichnet und kommen in Regionen, wie im Südosten Europas, Indien, Kleinasien, Afrika im Bereich der Sahara und in Kenia vor. In einem Familienverband wird ein Territorium und die mögliche Nahrung vor Gegnern, so gut es geht, verteidigt. Im Gegensatz zu vielen anderen in dieser Region ansässigen Tieren, ist der Bestand der Schakale gesichert und nicht vom Aussterben bedroht.

Schakal auf Erdmännchenjagd


Das Leben in Familienverbänden

Die Grassteppe und in selteneren Fällen auch die Savanne bieten einen optimalen Lebensraum für Schakale. Diese schließen sich in sogenannten Familienverbänden zusammen, welche aus einem erwachsenen Paar und den Jungen bestehen. Die weiblichen Nachkommen bleiben in der Regel bei dieser Gruppe, während die männlichen nach ungefähr einem Jahr losziehen, um einen eigenen Verband zu gründen. Das Territorium eines solchen Familienverbandes ist meist sehr groß, so um die 12-15 km². In mehreren Bauten, die in diesem Gebiet liegen, hält sich die Gruppe von Schakalen dabei auf. Dieses Gebiet gilt es vor Gegnern und anderen Schakalgruppen zu verteidigen.

Futterneid im Familienverband aufgehoben

Der Futterneid ist bei Schakalen besonders groß. Gegen Konkurrenten, wie Hyänen oder Geier setzen sie sich oft erfolgreich durch. In einem Familienverband ist dieser allerdings beinahe aufgehoben und von Kadavern über Raubtiere ist die Ernährung von Schakalen sehr vielfältig. Die Rangordnung ist dabei aber genau festgelegt. An oberster Stelle steht der Rüde, danach kommt das Weibchen und dann die jüngeren Schakale. Das aggressive Verhalten, das für Schakale typisch ist, wird nur gegen feindliche Tiere oder einen anderen Verband von Schakalen eingesetzt.